Reife der Pawpaw Früchte bestimmen, verarbeiten zu Fruchtpüree und Samen reinigen

Asimina triloba: Genuss reife

Die meisten Sorten sind grün-reif, lassen sich also rein von der Optik nicht von unreifen Früchten unterscheiden. Manche Früchte bekommen einen gelbstich.

Sie sind reif wenn sie vom Baum fallen (für weiche Landung sorgen) und pflück-reif wenn sie sich schon weich anfühlen - ganz sanft mit der Hand die Frucht abtasten um keine Druckstellen zu hinterlassen.

Auch ein starker Geruch ist ein Indikator für eine reife Frucht.

Die reifen Früchte sind sehr weich und sollten daher nicht oder kaum gestapelt werden.

 

Pawpaw Früchte essen und verarbeiten zu reinem Fruchtfleisch:

Die Früchte an einer beliebigen Achse mittig durchschneiden und die Frucht vorsichtig aufdrehen. Dann mit einem Löffel das Fruchtfleisch mit oder ohne den Samen entnehmen, Samen wieder ausspucken, diese sind nicht essbar!

Auch die Schale ist nicht essbar! Diese ist bitter, daher auch nicht zu feste an dieser Kratzen beim Auslöffeln.

 

Zum Verarbeiten die Früchte an einer der Längsachsen mittig durchschneiden und mit einem Löffel den gesamten Inhalt herauslösen, Achtung dass keine kleinen Stückchen der Schale mitkommen!

Die Fruchtfleisch/Samen-Masse durch ein Sieb massieren, ich verwende mein Kompostsieb mit 6mm Maschenweite, Neal Peterson findet einen Frittier korb am Besten.

Mini Samen die nichts geworden sind können durch das Sieb durch kommen, immer Augen auf.

In USA werden auch kleine modifizierte Haushaltsmaschinen wie eine Tomatenpresse, verwendet(hier im Newsletter von KSU auf Seite 5).

Für 24 Stunden lässt sich das Fruchtpüree im Kühlschrank lagern.

Das Fruchtpüree kann auch eingefroren werden (mit leichtem Geschmacksverlust), dabei die Luft aus den Gefrierbeuteln drücken.

Wird es vollständig aufgetaut verfärbt es sich bräunlich. Es gibt aber einige Rezepte wo es gefroren zugeben wird.

Reinigen der Samen:

Die Samen von den letzten Fruchtfleisch/Samenhüllenresten zu befreien kann sehr zeitintensiv sein. Wenn die Samen im Kühlschrank feucht stratifiziert werden, müssen sie aber komplett sauber sein, sonst macht der Schimmel den Job und kann nach längerer Zeit auch in den Samen gelangen. Wenn die Samen draußen natürlicherweise direkt gesäht werden, müssen sie nicht geputzt sein! Dort kann auch einfach mit fauligen Früchten ausgesät werden(2,5cm tief).

Durch einen Tipp von meinem Kollegen Andrej Krasna wurde es sehr einfach für mich! Ein Hochdruckreiniger ist perfekt! Ich nehme ein stabiles 30 liter Fass gebe die Samen mit etwas Wasser zum schwimmen rein (ansonsten könnte der Hochdruckreiniger die Samenhülle beschädigen) und halte den Hochdruckreiniger mit der Düse kurz über der Wasseroberfläche. Wenn das Fass fast voll ist kippe ich den Inhalt in eine Gemüsekiste als Sieb. Vorgang ca. 5mal wiederholen bis alle Samen komplett sauber sind.

Die Samen können in einer Plastiktüte im Kühlschrank stratifiziert werden, dabei sollten sie immer feucht sein an der Oberfläche, den Beutel versiegele ich nicht, sondern falte nur die Oberseite um, damit ein leichter Luftaustausch möglich ist. Regelmäßig kontrollieren ob die Samen feucht sind, falls sich etwas weißer Schimmel bildet ist das erstmal kein Problem, eine Reinigung mit Wasser reicht.